Letzte Eisreste auf einem Waldsee schmelzen. Die Sonne scheint aus dem blauen Himmel. ©StefanieBock/fundus-medien.de

Freu Dich! Echt jetzt?

Geistlicher Impuls für Februar 2026

Wir sollten uns öfter freuen und an Schönes denken. Denn unsere Freude hat Auswirkungen auf andere. Und auf uns selbst. Übrigens: Auch Gott will, dass wir uns freuen. Mehr dazu im Geistlichen Impuls für Februar 2026.

Wir in Deutschland können das gut, manchmal denke ich, wir in Hessen ganz besonders: Meckern. Uns aufregen. Kritisieren. Mir fällt es besonders auf, wenn ich aus dem Urlaub im Ausland zurückkomme, vor allem im Winter, wenn draußen alles dunkel und grau ist. 

Sich freuen tut gut.

Freu Dich! Denk positiv! Denk an etwas Schönes! Das vergessen wir oft. Dabei tut das doch so gut: Lachen, sich freuen, glücklich sein. Wann konnten wir das zuletzt? Welche Erinnerung kommt uns in den Sinn? Vielleicht ein Familienfest. Oder ein Einsatz, der unerwartet gut ausgegangen ist. Oder unser Lieblingslied, das als Ohrwurm im Kopf festsitzt und die Füße zucken lässt.

Wenn wir an etwas Schönes denken, steigt ein Lächeln in uns auf, die Mundwinkel gehen nach oben. Wir sollten das eigentlich öfter tun. Für den Monat Februar noch ganz am Anfang des neuen Jahres gibt uns Gott genau diesen Tipp:


„Freu dich über all das Gute, das der HERR, dein Gott, dir schenkt, dir und allen, die zu dir gehören!
Der Levit soll sich mit dir freuen und der Fremde, der bei dir lebt.“ (5. Mose, Kapitel 26, Vers 11)

Gott hat diese Worte im Ersten Testament zum Volk Israel gesagt. Das hatte es geschafft, aus Ägypten zu fliehen, war dann aber 40 Jahre lang durch die Wüste unterwegs bis in das neue Zuhause – und war ziemlich gut darin, zu meckern und Gott zu vergessen. Bei einer so langen Durststrecke kann das schon passieren.

Freu dich über alles Gute

Genau deshalb ist eine Erinnerung so wichtig, eine Pause zum Zurückschauen, in der uns gesagt wird: „Freu Dich!“ Über all das Gute, das es auch in deinem Leben gibt, das Dir geschenkt wurde! Da ist so vieles, vielleicht manchmal nur zugeschüttet von aktuellen Belastungen und Herausforderungen. „Freu Dich!“ Über die Geschenke direkt von Gott oder lieben Menschen um Dich herum!

Wenn so ein Stück Lachen und Freude in unser Leben zurückkehrt, vielleicht auch nur kurz oder zögerlich, dann hat das Auswirkungen auf die Menschen, die uns begegnen: Auf die, die zu uns gehören, und auf Fremde, denen wir eher zufällig oder beruflich begegnen. Sogar auf Gottes Bodenpersonal – Leviten waren damals Mitarbeitende im Tempel, dem Haus Gottes. Egal ob im Polizeidienst oder in der Kirche: Lachen und Freude wirken.

Freude verändert den Blick auf die Welt

Solche kurzen Momente des Glücks und der Freude lassen nicht gleich alles Böse in der Welt verschwinden. Sie machen auch nicht blind für die Realität, aber sie verändern unseren Blick auf die Welt. Und sie verändern unsere Ausstrahlung auf die Menschen, denen wir privat oder beruflich begegnen.

Probieren Sie es aus! Ich werde es auch immer wieder versuchen. Dabei kann eigentlich nichts schief gehen, sondern wir alle können dabei nur gewinnen: die Liebe Gottes zu uns. Wir können sie anderen weitergeben und damit die Welt ein wenig heller und freundlicher machen.

Viel Freude und gute Begegnungen wünsche ich und reichlich von Gottes gutem Segen
Ihre neue Polizeiseelsorgerin Astrid Stephan