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Das Landespolizeiorchester wird beim Gottesdienst Lutherchoräle spielen

Feierliche Verabschiedung am 20. April: Polizeipfarrer Schulz-Rauch geht in den Ruhestand

20 Jahre ist Pfarrer Dr. Martin Schulz-Rauch mit dem Dienst als evangelischer Polizeiseelsorger beauftragt gewesen. Am Donnerstag, 20. April 2023, wird er nun in Mainz von seiner Kirche in den Ruhestand verabschiedet.

Bei dem „Gottesdienst anlässlich der Verabschiedung in den Ruhestand“ wird Oberkirchenrat Christof Schuster vom Referat Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) den bisherigen Polizeipfarrer Schulz-Rauch offiziell in seinen Ruhestand verabschieden. Nach der Ordnung der EKHN wird der ordinierte Pfarrer damit "von seinen Dienstpflichten befreit" - er wird aber seine Ordinationsrechte behalten und so zum Beispiel auch zukünftig Gottesdienste halten dürfen.

Die öffentliche Feier in der Evangelischen Christuskirche 55116 Mainz, Kaiserstraße 56, beginnt am Donnerstag, 20. April 2023, um 14 Uhr.

Bei dem Gottesdienst wird das Landespolizeiorchester Rheinland Pfalz Lutherchoräle spielen, die speziell für ein Bläserorchester bearbeitet wurden. Chefdirigent und Chef des Orchesters ist Stefan Grefig. Die Orgel wird Kantorin Barbara Pfalzgraff spielen. Die Predigt wird noch einmal die Jahreslosung 2023 aufgreifen. Sie lautet "Du bist ein Gott, der mich sieht". Der Text stammt aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 16, Vers 13. 

An die offizielle Verabschiedung wird sich ein Empfang anschließen. Die Stelle, die Pfarrer Schulz-Rauch als Polizeipfarrer bisher inne hatte, soll demnächst durch die Kirchenleitung der EKHN neu besetzt werden.

Mehr über Pfarrer Dr. Martin Schulz-Rauch und seinen Dienst

Der promovierte Theologe Martin Schulz-Rauch war in den vergangenen zwei Jahrzehnten seit 2003 als Polizeipfarrer zuständig für Polizeibedienstete in Westhessen und den Bereichen von Rheinland-Pfalz, die auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) liegen. Insbesondere gehörten zu seinem Aufgabengebiet die Seelsorge im Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidium und in der „Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS)“ auf dem Campus Wiesbaden ebenso wie im Polizeipräsidium Mainz, der Polizeidirektion Montabaur, dem Landeskriminalamt und im Präsidium Einsatz, Technik und Logistik sowie weiterer Polizeieinrichtungen in Rheinland-Pfalz und Hessen.

Schulz-Rauch lehrte auch Berufsethik an der HöMS auf dem Campus Wiesbaden und führte seit 15 Jahren Seminare zur Interkulturellen Kompetenz und demokratischen Resilience an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz auf dem Campus Hahn im Hunsrück durch. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema der Ethik der Gewalt.

Zur Person

Martin Schulz-Rauch wurde 1957 in Bad Kreuznach geboren und ist ab 1959 in Mainz und Darmstadt aufgewachsen. Weitere Lebensstationen: 1976 Abitur in Mainz, danach Studium der Physik, 1983 Abschluss mit dem Diplom.

Ab 1978 Studium der Evangelischen Theologie in München, Abschluss mit kirchlichem Examen 1985, danach zweijähriges Vikariat in Seligenstadt. Ab 1988 Studienaufenthalt am NCC-Center for the Study of Japanese Religions in Kyoto/Japan, danach für ein Jahr Studium am Presbyterian Theological Seminary in Austin /USA. Ab 1990 Promotion in München, Rigorosum 1993.

Ab 1992 Pfarrer an der "Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde in Jakarta" in Indonesien, danach ab 1998 Pfarrer der Altmünstergemeinde in Mainz, gleichzeitig Unterricht am Willigis-Gymnasium Mainz, an der Elisabeth-von-Thüringen-Fachschule für Sozialwesen in Mainz und an der VFH Wiesbaden. Seit September 2003 ist Martin Schulz-Rauch Pfarrer im Polizeipfarramt der EKHN.

Als Hobbys nennt Pfarrer Schulz-Rauch: Kino, Fahrrad, Fastnacht feiern. Und: "Mein neuestes Hobby ist Kochen."


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