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Impuls im Frühjahr 2022

Wir vertrauen auf die Gerechtigkeit

Entsetzlich ist der grausame Terror des Angriffskriegs auf die Ukraine. Hilflos zeigen wir mit den Symbolen Blau-Gelb solidarisch Flagge. Aber es gibt Hoffnung – auf Demokratie, auf den Rechtsstaat, den freien Willen und ein Leben in Selbstbestimmung.

Voller Entsetzen schauen wir auf den grausamen Terror in der Ukraine. Ungläubig verfolgen wir diesen ersten Angriffskrieg in Europa seit Hitlers Überfall auf Polen 1939, dessen Raubmordzug gegenüber der Zivilbevölkerung zur Blaupause des Moskauer Diktators geworden ist.

Weitgehend hilflos können wir überall im öffentlichen Raum nur mit den Symbolen Blau-Gelb solidarisch Flagge zeigen. Sogar auf unseren Wiesen und Parkanlagen! Dort nämlich leuchten jetzt die Hyazinthen in diesen beiden Farben besonders schön und künden vom Ende des eisigen russischen Winters. Die Wärme der Sonne der Freiheit treibt sie aus dem Boden, wo sie gefroren lange fast verschwunden waren.

Hyazinthen sind ein Zeichen der Hoffnung! Vor allem im Frühling dieser Zeitenwende. Unsere Hoffnung aber wird zur Gewissheit im Glauben an die Demokratie und im Glauben an Gott. Denn kein noch so mächtiger Potentat wird auf Dauer gegen den vereinten Willen eines ganzen Volks aufbegehren können. Bietet doch allein der Rechtsstaat die Möglichkeit, dass Bürger ihrem ureigensten menschlichen Wesen entsprechend als autonome Selbstgesetzgeber allein ihrem eigenen freien Willen folgen und ihr Leben in Selbstbestimmung ohne Bevormundung und Zwang gestalten.

Genau diese Zukunft garantiert Gott in seinem Evangelium. "Denn zur Freiheit hat Christus uns befreit. Darum lasst uns warten im Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die wir hoffen." (Galater Kapitel 5, Verse 1.8).

Pfarrer Dr. Martin Schulz-Rauch


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